Großübung bei Firma Imperial

Erstellt am Dienstag, 17. Oktober 2017 19:46

Illegales Straßenrennen auf Betriebsgelände –  Gemeinsam probten die Feuerwehren aus Wolfenbüttel und Braunschweig den Ernstfall.

Am Samstag den 14.10.2017 fand, wie schon vorher in den Lokalen Medien angekündigt, eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehren aus Wolfenbüttel und Braunschweig bei Firma Imperial Chemical Logistics GmbH in Wolfenbüttel Linden statt.

Die Leitstelle in Braunschweig alarmierte um 09:34 Uhr die Feuerwehren aus Wolfenbüttel und Linden zu einem Verkehrsunfall im Bereich eines Bahnüberganges auf dem Betriebsgelände. Die Ortswehr Linden war als erste am Einsatzort und Erkundete die Lage. Das Übungsszenario stellte sich folgendermaßen dar.

 

Zwei PKW lieferten sich ein illegales Straßenrennen. Im Bereich des Bahnübergangs kam es dann zu einer Kollision mit einem Kesselwagen. Beide Fahrer wurden hierbei in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Durch diesen Unfall riss sich weiter vorne am Zug die Lok mit einem weiteren Kesselwagen los und konnte von einigen Mittarbeitern erst im Rangierbahnhof zum Stillstand  gebracht werden. Der Kesselwagen schlug hierbei Leck und es trat Gefahrstoff in größerer Menge aus. Zu allem Überfluss fielen im Bereich des Tanklagers kurz vor dem Bahnhof einige Fässer von einem Wagon. Ein Feuer brach aus.

Kurz nach der Feuerwehr Linden war auch der Rüstzug der Feuerwehr Wolfenbüttel am Ort. Beide Wehren machten sich als erstes daran die beiden eingeklemmten Fahrer zu befreien. Schnell wurde klar, dass hier die bereits alarmierten Kräfte nicht ausreichen werden. Weitere Alarmkreise, sowie die Gefahrguteinheit der Stadt Wolfenbüttel wurden hinzu gezogen. Diese Einsatzkräfte kümmerten sich dann zum einen um das Feuer im Tanklager und den Gefahrstoffaustritt am Kesselwagen. Zusätzlich mussten hier auch Verletzte aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.

Im weiteren Verlauf der dieses Szenarios meldete die Übungsleitung nun das die  Wasserversorgung auf dem Betriebsgelände zusammen gebrochen sei. Dieses Erschwerte die Löscharbeiten am Tanklager. Um dieses Problem zu lösen wurde Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Braunschweig hinzugezogen. Diese machten sich mit einem Wassertransportzug (mehrere Tanklöschfahrzeuge) und einem Wasserförderzug (kann lange Schlauchleitungen verlegen) auf den Weg. Es wurde ein „Pendelverkehr“ zur Wasserversorgung mit dem Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Parallel hierzu verlegte der Wasserförderzug eine „Lange Wegstrecke“ von der Oker zum Firmengelände.

Zusätzlich brachten die Braunschweiger noch den ABC- Zug mit um die Gefahrguteinheit aus Wolfenbüttel zu unterstützen.

Mit den nun etwa 200 anwesenden Einsatzkräften konnte die Übung nun durchgeführt und nach ca. 2,5 Stunden beendet werden. Anschließend gab es für alle Beteiligen noch reichlich Verpflegung vom Versorgungszug der Feuerwehr Braunschweig.

Ziel dieser Übung wär es die Interkommunale Zusammenarbeit der Feuerwehren Wolfenbüttel und Braunschweig zu fördern. Die Idee hierzu stammt von den Bürgermeistern beider Städte.

Alle beteiligten nahmen viele Erfahrungen aus diesem Vormittag mit nach Hause und freuten sich auf weitere zukünftige Zusammenarbeit.

Text/Fotos: Fachbereich Öffentlichkeitsabeit (Hop/eh)