Warnung vor dem Betreten der Eisflächen - Feuerwehr übt Ernstfall

Verbunden mit einer eindringlichen Warnung, die zugefrorenen Seen, Teiche, Flüsse und Bäche zu betreten - die Eisflächen definitiv zu dünn -, übte die Feuerwehr am Mittwochabend den Ernstfall am Stadtgraben. Die hell erleuchtete Eisfläche, Einsatzfahrzeuge und jede Menge Feuerwehrleute ließen Schlimmes erahnen: Doch es war nur eine Übung im Rahmen des Dienstes der Gruppe 2/2 der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel. Hierbei ging es auch um die Handgriffe, die es erforderlich machen, einen in das Eis eingebrochenen Menschen oder ein Tier zu retten. Um alles so realistisch wie möglich wirken zu lassen, wurde es für eine Einsatzkraft höchst ungemütlich, simulierte sie doch den im Eis eingebrochenen hilflosen Menschen. Zwar gut geschützt in einem speziellen Anzug - der die ihn tragenden Person auf der Wasseroberfläche treiben lässt - die Kälte und die Hilflosigkeit, nicht mehr selbständig aus dem Eisloch an das Ufer zu kommen, war trotzdem zu spüren.
Die Möglichkeiten der Rettung aus dem Eis sind vielfältig, jedoch auch gut zu überlegen. Neben der Gefahr des Ertrinkens gibt es aufgrund der Kälte auch weitere Gefahren, zum Beispiel die der Unterkühlung. Menschen in Not handeln aufgrund von Angst- oder Panikreaktionen oft auch nicht mehr rational.
Zur Rettung einzusetzende Hilfsmittel sind neben Leinen auch Leiterteile, oder der beschriebene, spezielle Schutzanzug, zur Eisrettung taugliche Boote und einiges mehr. Den Schutzanzug können die Feuerwehrleute schon während der Fahrt oder vor dem Ausrücken anziehen. In Wolfenbüttel rückt im Rahmen des sogenannten "Wasserrettungszug" auch ein Löschgruppenfahrzeug mit Bootsanhänger aus. 
 
Text: Presse-Team Feuerwehr Wolfenbüttel (St) / Foto: eh
Dienstag, 19. Juni 2018