2. Zug übte im Brandhaus der NABK

Erstellt am Montag, 23. März 2015 14:26

Der 2. Zug der Feuerwehr Wolfenbüttel reiste zur niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz – kurz „NABK“ – in Celle, um dort in einem Brandhaus realistische Einsatzszenarien zu üben.

Am 21.03.2015 organisierte Daniel Jürgens, Mitglied des 2. Zuges und der Zugführer Uwe Frobart des 2. Zuges der Feuerwehr Wolfenbüttel, einen Ausflug für den gesamten Zug nach Celle. Dort stellte die NABK ein für realistische Ausbildung nutzbares mehrstöckiges Haus zur Verfügung, in dem mit Hilfe von Pappe und Holz richtige Brandherde entzündet werden können.

Diese Feuerstellen mussten dann von Kameraden, welche zwar das Stockwerk, aber nicht die genaue Lage des Feuers kannten, gelöscht werden. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, wurden von Größe und Gewicht mit Menschen vergleichbare Puppen versteckt, die es vor der Brandbekämpfung zu finden und zu retten galt. Hierbei spielte der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. So konnten am vergangenen Samstag drei Atemschutz-Trupps zu je drei Personen unter Beobachtung der Ausbilder Daniel Jürgens, Philipp Jama und Nils Jodat an verschiedenen Bränden in Keller- und dem ersten Obergeschoss trainieren. Die drei Szenarien waren jeweils Menschenrettung und Brandbekämpfung, zum einen im Keller über den hinteren Kellereingang des Hauses, zum anderen im Keller über den Einstieg durch ein Kellerfenster und ebenso im ersten Obergeschoss über die Steckleiter und den Balkon. Alle drei Übungen wurden mit erfolgreicher Rettung des bzw. der vermissten Dummies sowie des Ablöschens der Feuer beendet.

Eine vierte Gruppe, bestehend aus Neulingen im Atemschutzbereich, wurde von Stadtausbildungsleiter Uwe Frobart in das Gebäude geführt. Hierbei standen nicht die zeitkritische Rettung und Brandbekämpfung, sondern die Gewöhnung an das Feuer, den Rauch und die Hitze im Vordergrund. Diese Einführung ist notwendig, um die Angst vor dem Anblick des Brandraumes zu nehmen und sich in kritischen Situationen bewusst werden zu können, wie das Feuer auf verschiedene Angriffstechniken reagiert. Außerdem lernen die neuen Feuerwehrfrauen- und Männer, wie sie sich in extrem heißen Umgebungen durch verschiedene Körperhaltungen vor der Hitze schützen können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Fähigkeit, den Rauch lesen zu können. Der durch ein Brand entstandene Rauch sagt meist mehr über Hitze, Dauer des Feuers, Gefährlichkeit und Durchzündungs-Fähigkeit aus, als die Brandstelle selbst. Daher ist es für einen Atemschutzgeräteträger im Innenangriff äußerst wichtig, diesen lesen und beobachten zu können.

Im Laufe des Tages konnten die Feuerwehr-Kameraden viele Erfahrungen sammeln. Einerseits wurden die bisher erlernten theoretischen Inhalte bestätigt oder sogar vertieft, andererseits stellten auch einige der Teilnehmer fest, dass es ist nicht immer sinnvoll ist, streng nach Plan vorzugehen. Situationen konnten sich verändern, und darauf musste entweder zur Zeitersparnis oder zum
eigenen Schutz angemessen reagiert werden. Ebenso wurde mal wieder deutlich, wie wichtig das korrekte Tragen der persönlichen Schutzausrüstung ist, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Am Ende des Tages gab es viel positives Feedback, einige kleine Verbesserungsvorschläge und die gemeinsame Erkenntnis, dass dieser Tag das Entstehen viele neue wichtiger Erfahrungen, aber auch Spaß und Kameradschaft gefördert haben. Der zweite Zug der Feuerwehr Wolfenbüttel sowie die externen Gäste bedanken sich dafür bei allen beteiligten Personen.

Fotos und Text: Feuerwehr Wolfenbüttel (step)