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Einsatzart: Brandeinsatz
Kurzbericht: Kellerbrand
Einsatzort: Glatzer Weg
Alarmierung :

am 30.09.2017 um 15:47 Uhr

Fahrzeuge am Einsatzort:
21-29-1 (TLF 16/25)
21-48-1 (HLF 20/16)
21-30-1 (DLK 23/12)
21-10-1 (KdoW-BvD)

Einsatzbericht:

 

 

 

Am Samstagabend gegen 15:45 Uhr meldeten Anrufer aus einem Mehrfamilienhaus am Glatzer Weg einen Kellerbrand, der Fluchtweg durch den Treppenraum sei ihnen nicht möglich, da dieser bereits verraucht war - eine dramatische und gefährliche Situation.
Die Einsatzkräfte der diensthabenden Bereitschaftskreise rückten mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF) und der Drehleiter (DLK) an - zusammen mit Brandmeister vom Dienst (BvD) Uwe Frobart. Weiterhin kam der DRK Rettungsdienst Wolfenbüttel zum Einsatz, der zunächst mit einem Rettungswagen (RTW) anrückte. Nach Erhöhung des Alarmstichwortes folgten weitere RTW sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), der Rettungshubschrauber (RTH) Christoph 30 als weiteres arztbesetztes Rettungsmittel. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und ein weiteres Tanklöschfahrzeug (TLF) rückten ebenfalls mit an. Während es Einsatzes gingen immer weitere Hinweise auf in den Wohnungen eingeschlossene Anwohner bei der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) über Notruf ein. Angriffstrupps gingen ausgerüstet mit schwerem Atemschutz in das Wohnhaus, um die Menschen zu retten und das Feuer zu bekämpfen. Der Einsatzleiter entschied sich dazu, die Menschen in ihren sicheren Wohnungen zu belassen und ihnen nicht den Weg durch den verrauchten und ohne Atemschutz unpassierbaren Treppenraum zuzumuten. Es stellte sich heraus, dass eine offen stehende Kellertür unter anderem für die Rauch innerhalb des Treppenraumes sorgte.
Parallel zur Brandbekämpfung begannen die Arbeiten, das Gebäude von dem Rauch zu befreien. Der Angriffstrupp im Keller lokalisierte schnell den Brandort und begann mit den Löscharbeiten mit einem C-Rohr. Im Aussenbereich galt es für den Rettungsdienst, sich auf rund 15 mögliche Patienten vorzubereiten, war es doch nicht bekannt, ob sie bereits Rauchgase eingeatmet haben. Daher wurde der sogenannte "MANV 15" ausgelöst - Massenanfall von verletzten und erkrankten Personen - .
Das bedeutet, dass neben den örtlichen RTW auch auswärtige Kräfte zum Einsatz kommen sowie aus Braunschweig der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL), die DRK Bereitschaft Wolfenbüttel war ebenfalls mit vor Ort. Gemeinsam erfolgte eine Koordination der rettungsdienstlichen Arbeiten. Im Verlauf des Einsatzes kam noch die Ortsfeuerwehr Linden mit zum Einsatz. Ebenfalls vor Ort eingesetzt wurde Personal der Notfallseelsorge, galt es doch zahlreiche Menschen zu betreuen.
Nachdem der Treppenraum passierbar war, konnten die Bewohner ihre Wohnungen verlassen und wurden von den Rettungsdienst-Kräften gesichtet. 10 Patienten, davon 3 Kinder, wurden in Kliniken transportiert. Gerettet wurden ferner noch ein Hund und zwei Vögel, eine Katze widersetzte sich dem Einfangen. Sie befand sich außerhalb des verrauchten Bereichs. Was noch folgte, waren umfangreiche Entrauchungsmaßnahmen und Kontrollen der Wohnungen. Ein Bewohnen des Hauses ist aufgrund der fehlenden Stromversorgung zur Zeit nicht mehr möglich, die am Brandort verbliebenen Menschen kamen privat unter oder in Notquartieren, die ihnen von der Stadt Wolfenbüttel zur Verfügung gestellt wurden. Ein Fazit ziehen wir: es waren Rauchmelder vorhanden, die auch auslösten. Das ist trotz der Pflicht der Installation leider immer noch nicht überall gegeben.

Text: Tobias Stein, Pressesprecher Feuerwehr Wolfenbüttel
Fotos: Feuerwehr, regionalheute

 

 

 

Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)
Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)Brandeinsatz vom 30.09.2017  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2017)
Sonntag, 19. November 2017