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Einsatzart: Brandeinsatz
Kurzbericht: Gebäudebrand
Einsatzort: Kapellenweg
Alarmierung :

am 23.02.2013 um 23:30 Uhr

Fahrzeuge am Einsatzort:
21-29-1 (TLF 16/25)
21-23-1 (TLF 16/25)
21-48-1 (HLF 20/16)
21-30-1 (DLK 23/12)
21-52-1 (RW 2)
21-56-1 (GW-AG)
21-64-1 (GW-L)
21-11-99 (ELW-ÖEL)
21-10-1 (KdoW-BvD)

Einsatzbericht:

Die Einsatzkräfte der diensthabenden Bereitschaftsgruppen der Feuerwehr Wolfenbüttel wurden in der Nacht zum Sonntag zu einem Brandeinsatz im östlichen Stadtgebiet alarmiert. Anwohner meldeten der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) einen Feuerschein am Kapellenweg. Wolfenbüttel war winterlich kalt, Schneefall sorgte für Glätte auf den Straßen. Der Brandmeister vom Dienst (BvD) befand sich mit seinem Kommandowagen (KdoW) bereits im Stadtgebiet und hatte eine kurze Anfahrt, so konnte er bereits eine „Lage auf Sicht“ geben- er bestätigte den größeren Feuerschein. Der BvD ließ über die IRLS eine sogenannte Erhöhung des Alarmstichwortes vornehmen, diese löste dann die digitalen Meldeempfänger weiterer Einheiten sowie aller Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel aus. Ein Brand in Gebäuden einer ehemaligen Tischlerei drohte auf benachbarte Wohnhäuser überzugreifen, die Flammen schlugen meterhoch in den Nachthimmel. Zusätzlich zu allen Kräften der Feuerwehr Wolfenbüttel wurde die Ortsfeuerwehr Linden nachalarmiert- sowie einen weiteren Rettungswagen (RTW) und ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Nach und nach befanden sich die Fahrzeuge des ersten Löschzugs auf der Anfahrt zum Brandobjekt, Feuerwehrleute rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus, Hydranten wurden für die Entnahme von Löschwasser hergerichtet, erste Strahlrohre zum Löschen und Abriegeln der Gebäude eingesetzt. Kräfte der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) bezogen mit ihrem Einsatzleitwagen (ELW) Position an der Lindener Straße und begannen die Lage zu erfassen. Von der Juliusstraße aus wurde die Drehleiter (DLK) in Stellung gebracht, deren Besatzung war auf einen möglichen Einsatz des Wenderohres zur Abriegelung der angrenzenden Häuser vorbereitet, mit Hilfe von Scheinwerfern wurde der Einsatzort ausgeleuchtet. Stadtbrandmeister Rüdiger Hartmann übernahm die Einsatzleitung, Abschnitte wurden gebildet. Die Wolfenbüttler Einheiten übernahmen unter der Leitung des BvD den Abschnitt 1, zu deren Aufgabe es gehörte, den Brand im Holzlager zu bekämpfen, die Lindener Ortswehr hatte den Abschnitt 2 inne, der es vorsah, die Nebengebäude vor den Flammen abzuriegeln. Durch den ELW der ÖEL wurde der Funkverkehr mit der IRLS sichergestellt und dokumentiert. Zusätzlich zur winterlichen Kälte kam  erschwerend für die Einsatzkräfte hinzu, dass beißender Rauch den Straßenzug einhüllte, daher trugen diverse Trupps schweren Atemschutz, zahlreiche Einsatzkräfte nutzten Filtermasken um sich zu schützen. Auch als die Flammen niedergeschlagen waren, die Meldung „Brand unter Kontrolle“ an die IRLS gemeldet werden konnte, waren immer noch zahlreiche Feuerwehrleute mit schweren Atemschutz notwendig, um den Inhalt des Holzlagers auseinander zu bekommen und abzulöschen. Während der Arbeiten standen Kräfte des Rettungsdienstes in Bereitstellung, glücklicherweise wurde kein Mensch verletzt. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde die Ortsfeuerwehr Groß Stöckheim nachgefordert, weitere Atemschutzgeräteträger waren erforderlich. Vor Ort befand sich auch der Gerätewagen Atemschutz/Gefahrgut der Stadt Wolfenbüttel, der über eine mobile Atemschutzfüllstation verfügt. Derweil gingen die Arbeiten vor Ort voran, Trupps zogen die verbrannten Trümmerteile auseinander, insgesamt wurden für die Löscharbeiten 5 C-Rohre eingesetzt. Die Brandstelle wurde regelmäßig  mit zwei Wärmebildkameras (WBK) kontrolliert, damit ausgeschlossen werden konnte, dass versteckte Glutnester das Feuer wieder aufflammen lassen. In den frühen Morgenstunden des Sonntag rückten auch die letzten Fahrzeuge aus Wolfenbüttel ein, damit die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden konnte. Zahlreiche Schläuche, Masken, Atemschutzgeräte mussten wieder auf die Löschfahrzeuge verlastet werden, hierzu war bereits seit den Nachtstunden die Atemschutzwerkstatt in der Feuerwache besetzt. Die Ortswehr Groß Stöckheim verblieb zur Brandwache am Kapellenweg. Eine lange Verschnaufpause hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wolfenbüttel nicht, denn gegen 05:52 Uhr löste die IRLS bereits erneut die digitalen Meldeempfänger aus. Eine automatische Brandmeldeanlage hatte um 05:52 Uhr Alarm gegeben. Vor Ort konnte durch den BvD jedoch Entwarnung gegeben werden. Kein Feuer, das ausgerückte Tanklöschfahrzeug (TLF) konnte die Fahrt abbrechen und wieder einrücken. 

Rund zwei Stunden später erfolgte eine nochmalige Kontrolle durch den BvD am Brandobjekt. Hierzu wurde wieder die Wärmebildkamera eingesetzt. Es wurden keine Glutnester mehr lokalisiert. Insgesamt waren rund 46 Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel am Einsatz beteiligt, weiterhin 28 Mitglieder der Wehren aus Linden und 15 aus Groß Stöckheim. Vor Ort waren auch der Brandabschnittsleiter West, Jörg Koglin sowie der Kreisbrandmeister, Karl-Heinrich Schwieger.

Text: Feuerwehr Wolfenbüttel Internet-Team (st) / Fotos: Wolfenbüttel heute (c) Werner Heise, Feuerwehr Wolfenbüttel (pü, eh)

http://wolfenbuettelheute.de/wolfenbuttel-feuer-vernichtet-gebaudeteil-uber-80-feuerwehrleute-waren-im-einsatz/

Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)
Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)Brandeinsatz vom 23.02.2013  |  (C) Feuerwehr Wolfenbüttel (2013)
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Mittwoch, 18. Juli 2018